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Folgen Sie dem türkischen Team: Reiseziel China

  • Autorenbild: franck
    franck
  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Das türkische Team wurde für die 25. IHF Juniorinnen-Weltmeisterschaft 2026 in China (Juni/Juli 2026) nominiert. Wir hatten die Gelegenheit, mit Torwarttrainer Can Sagbas über seine besonderen Erfahrungen zu sprechen.



Wie sieht die Vorbereitung auf eine Veranstaltung dieser Größenordnung aus?

Die Vorbereitung auf einen Großwettbewerb wie die IHF-Weltmeisterschaft erfordert neben taktischem und physischem Training auf dem Spielfeld auch die konsequente Auswertung von Echtzeitdaten während des Spiels. Anstatt die Steazzi-App als Archiv vor dem Spiel zu nutzen, setze ich sie als Live-Tracking-Tool ein, das ich vom Anpfiff an aktiv von der Bank aus bediene. Im rasanten Spielgeschehen gebe ich in Echtzeit die aktuellen Schusstendenzen des Gegners, seine bevorzugten Winkel und die Paraden unserer Torhüter ein. So können wir unsere Kommunikation auf dem Spielfeld und unsere taktischen Anpassungen mit unseren Torhütern präzise auf diese Daten abstimmen.

Live-Daten, objektive Daten.



Wie passt man sich an, wenn man fernab der Heimat in einer anderen Kultur spielt (z. B. Essen, Reisen, Sprachen)?

Bei Turnieren in fernen Ländern können Faktoren wie Zeitzonenunterschiede, Ernährungsumstellung und Reisemüdigkeit den zirkadianen Rhythmus (die innere Uhr) und die Reaktionszeiten der Athleten direkt beeinflussen. Während wir diesen Anpassungsprozess durch vorab geplante Ernährungs- und Schlafprotokolle steuern, etablieren wir auf dem Spielfeld eine technologiegestützte gemeinsame Sprache. Die Echtzeit-Statistiken, die ich direkt von der Bank aus über Steazzi erfasse, schaffen eine universelle Sprache der „Handballanalyse“, die alle kulturellen und sprachlichen Barrieren überwindet. Unabhängig davon, wo wir uns auf der Welt befinden, ermöglicht uns diese datenbasierte Sprache, unsere taktische Disziplin und die nahtlose Synchronisation zwischen Torwart und Abwehr aufrechtzuerhalten.



Sie legen großen Wert auf die technische und kognitive Entwicklung Ihrer Torhüter. Was waren Ihre wichtigsten Lernerfahrungen im vergangenen Jahr?

Die wichtigste Erkenntnis, die ich im letzten Jahr gewonnen habe, war die Beobachtung – untermauert durch Daten –, dass die Leistung eines Torhüters weit mehr von visueller Wahrnehmung, schneller Entscheidungsfindung und kognitiver Aufmerksamkeit abhängt als von reinen Reflexen. Da ich Steazzi live während des Spiels einsetze, liegt mein größter Vorteil darin, meinen Torhütern in der Halbzeitpause oder bei Auszeiten sofortiges, objektives Feedback geben zu können. Nach der ersten Halbzeit zeige ich meinen Torhütern nicht nur abstrakte Eindrücke in der Kabine, sondern die exakte Zielzonenverteilung von Steazzi im Torraum sowie die Trefferquoten der gegnerischen Schützen aus dieser Halbzeit. Dies reduziert die kognitive Belastung der Torhüter, beschleunigt die visuelle Verarbeitung und verkürzt ihre Positionsanpassungen an die Schusstendenzen der Gegner in der zweiten Halbzeit um Millisekunden.



Welche Ziele verfolgten Sie mit dieser Weltmeisterschaft?

Unser Hauptziel ist es, die Fangquoten unserer Torhüter während des gesamten Turniers auf einem hohen und nachhaltigen Niveau zu halten. Durch die Auswertung der Schusstendenzen der Gegner und der von der Bank aus erfassten Torwartstatistiken wollen wir in jeder Spielsituation präzise taktische Eingriffe vornehmen und die Abstimmung zwischen Torwart und Abwehr optimieren. Während wir die Türkei auf höchstem internationalem Niveau vertreten, möchten wir zudem den Erfolg unserer datengestützten, kognitiven Torwarttrainingsmethodik mit konkreten Ergebnissen auf Weltmeisterschaftsniveau unter Beweis stellen.


Ein herzliches Dankeschön an Can für dieses Feedback! Es ist uns immer eine Freude, direktes Feedback und Reaktionen vom Spielfeld zu erhalten! Das türkische Team belegte bei diesem Turnier den 25. Platz.



 
 
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